DroidBlind

Android für Blinde und Sehbehinderte

Neue App: Fluent Reader Lite

06.07.2022 von Steffen

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten.

Bei Fluent Reader handelt es sich um einen Plattform-übergreifenden RSS-Leser für Windows, Mac, Linux, Android und iOS, der in seiner mobilen Version ausschließlich mit Online-Diensten zusammenarbeitet. Dabei konzentriert man sich jedoch nicht auf die Funktionen bestimmter Dienste, sondern legt Wert auf die Implementierung der gängigsten APIs, um so viele Dienste wie möglich zu unterstützen. Allein durch die Unterstützung von Fever und Google Reader stehen Schnittstellen zur Verfügung, die in vielen selbstgehosteten Online-Diensten Verwendung finden, darunter TinyTinyRSS, Miniflux oder FreshRSS. Des Weiteren werden Inoreader sowie Feedbin unterstützt. Ein Test mit aktivierter Fever-API via Miniflux funktionierte problemlos, wenn auch manche Anfragen erst nach einigen Sekunden Verzögerung beantwortet wurden.

Obwohl Fluent Reader selbst recht übersichtlich wirkt, muss man auf Komfortfunktionen nicht verzichten. So gehört das Herunterladen vollständiger Artikel schon fast zum guten Ton eines RSS-Lesers, und auch das Organisieren und Filtern der Abonnements kommt nicht zu kurz. Es fehlen einige Funktionen aus der Desktop-Anwendung, darunter das Verwalten lokaler Feeds, der Im- und Export als OPML oder die Möglichkeit von Push-Benachrichtigungen. Letzteres wäre tatsächlich auch in der mobilen Anwendung noch wünschenswert. Die Bedienung der Android-App ist mit TalkBack sehr gut möglich, alle Buttons sind grundlegend korrekt gelabelt. Auch sehbehinderte Nutzerinnen und Nutzer sollten durch die Anpassung an das System-Theme und die veränderbare Schriftgröße gut damit arbeiten können.

Fluent Reader ist kostenpflichtig via Google Play erhältlich, auf F-Droid (derzeit nur Izzys Repository) sowie GitHub kann die App kostenlos heruntergeladen werden. Alle Links zur App findet ihr im Bereich Nachrichten der App-Liste.

Über Steffen

Ich bin seit 2016 mit Android vertraut und ein klarer Fan weitgehend unmodifizierter Oberflächen. Geräte von Motorola, Google und Amazon sind bei mir im Einsatz, aber auch das eine oder andere Spezialgerät abseits des Mainstreams (Ulefone, Inrico etc). F-Droid und allgemein quelloffene Software machen einen großen Teil meiner installierten Apps aus.

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