DroidBlind

Android für Blinde und Sehbehinderte

Envision AI ab Mitte Juli kostenlos für alle

04.07.2022 von Steffen | etwa 2 Minuten Lesezeit

Die Hilfsmittel-App für Blinde, welche unter anderem zur Text- und Szenenerkennung genutzt werden kann, wird ab Mitte Juli mit dem Erscheinen der Version 3.0 für alle kostenlos sein.

Wirklich überraschen dürfte diese Ankündigung nicht, gibt es doch mit Google Lookout und Seeing AI von Microsoft längst kostenlose App-Alternativen auf Android und iOS, welche in Funktionsumfang und Qualität Envision AI das Wasser reichen können oder sie sogar übertrumpfen. In einem ausführlichen Blogartikel haben die Entwickler nun einen Leitfaden zusammengestellt, wie die Aktualisierung vonstatten gehen soll. So werden bestehende Abonnements zwar automatisch gekündigt, jedoch wird allen Nutzerinnen und Nutzern geraten, ihre Abonnements manuell in den Stores für iOS und Android zu beenden. Wer vor weniger als zwei Wochen ein Abo abgeschlossen hat, kann im jeweiligen App-Store eine Rückerstattung beantragen. Alle anderen erhalten per E-Mail noch eine besondere Mitteilung, nebst weiterer ausführlicher Informationen zum Update. Des Weiteren soll am 28. Juli um 18:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit ein kostenloses Webinar stattfinden, welches ebenfalls über die Neuerungen informiert.

Schließlich bedanken sich die Entwickler bei allen, die Envision bislang unterstützt haben. Alle aktiven Abonnenten der Envision-App werden für immer ein Teil des Vermächtnisses von Envision sein. Sie waren diejenigen, die sich für eine Unterstützung entschieden haben, als das Entwickler-Team lediglich aus zwei Typen mit einem Laptop bestand. Mittlerweile gibt es mit Envision Glasses und einer Unternehmenslösung weitere Produkte im Portfolio, was ein weiterer Grund sein könnte, warum man die App nun kostenlos anbietet. Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, das Projekt Envision durch eine freiwillige Spende zu unterstützen.

Über Steffen

Ich bin seit 2016 mit Android vertraut und ein klarer Fan weitgehend unmodifizierter Oberflächen. Geräte von Motorola, Google und Amazon sind bei mir im Einsatz, aber auch das eine oder andere Spezialgerät abseits des Mainstreams (Ulefone, Inrico etc). F-Droid und allgemein quelloffene Software machen einen großen Teil meiner installierten Apps aus.

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